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Zwischenmenschliche
Beziehungen werden durch verschiedene Regeln und Muster strukturiert
und gesteuert: Kommunikationsregeln, Verhaltensregeln,
Beziehungsmuster,
Bindungsmuster etc..
Viele Regeln und Muster sind hilfreich, um den Alltag gut zu meistern,
sie helfen so z.B. einem Familiensystem, Stabilität zu erleben.
Manchmal allerdings können Muster und Regeln dazu führen, dass es zu
Problemen und sogar zu Symptomen, bis zu Krankheiten, kommt.
In der Systemischen Beratung und Therapie werden Probleme nicht als
Eigenschaften einzelner Personen gesehen, denn Probleme können Hinweise
auf die aktuellen Kommunikations- und Beziehungsbedingungen in dem
jeweiligen System geben. Ziel der Therapie und Beratung ist eine
Erweiterung der Wahrnehmungs-
und Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen und des Gesamtfamiliensystems.
Über ressourcenorientiertes Arbeiten versucht der Therapeut/Berater
die bisherigen Muster und Vorannahmen in Frage zu stellen und regt
andere Sichtweisen an, um neue Interpretationsvarianten und
Interaktionsregeln zu ermöglichen. Der Therapeut oder Berater sieht
sich nicht als Experte, der die
Diagnose stellt und die Lösung vorgibt. Es wird vielmehr ein
aufgeschlossener und respektvoller Dialog mit den Klienten geführt und
eine
Unterstützung angeboten, um Blockaden in ihrer jeweiligen
Entwicklungsdynamik aufzulösen und neue Perspektiven und
befriedigendere Muster des Zusammenlebens zu entwickeln.
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